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Wirkung

Radon ist ein ortsgebundenes natürliches Heilmittel, welches seit über 100 Jahren in der Kurortmedizin angewendet wird. Aus der Erfahrungsmedizin heraus, also basierend auf dem Erfahrungsschatz mehrerer Generationen von Kurärzten, wird Radon gern für die Behandlung von verschiedenen Schmerzzuständen genutzt. Dabei ergibt sich in der Regel eine langfristige Schmerzreduzierung. Durch die besondere Wirkung eignet es sich auch für multimorbide Patienten.

 

Radon wird im Blutkreislauf transportiert und im Gewebe gelöst. Physikalische Zerfallsprozesse setzen im zellulären Bereich energetische Impulse frei, welche Linderung und/oder Heilung bewirken können. Diese Wirkungen werden auch derzeit in der modernen „Medizinischen Grundlagenforschung“ weiter untersucht.

 

Im Gegensatz zu den verschiedenen Medikamenten, welche zur Unterdrückung von Schmerzen verfügbar sind, sind keine Nebenwirkungen chemischer Art, insbesondere im Magen-Darm-Trakt bekannt. Dies betrifft auch das Fehlen von Wechselwirkungen mit zeitgleich während der Kuranwendungen verabreichten Medikamenten.

Das natürliche radioaktive Edelgas Radon wird aktuell und immer wieder in der Presse vor allem mit den negativen Langzeitwirkungen in belasteten Wohnstätten und Bergwerken in Verbindung gebracht. Es ist statistisch bewiesen: eine Dauerbelastung mit hohen Dosiswerten kann gesundheitsschädlich sein.

In Bad Schlema, wie auch in den übrigen Radonheilbädern üblich, wird Radon kontrolliert, nur über einen kurzen Zeitraum, und mit einer nachvollziehbaren Dosis als Bestandteil der Jahresdosis nach kurärztlicher Verordnung eingesetzt. Die zulässige Jahresdosis wird vom Gesetzgeber festgelegt. Darin gehen die natürliche Strahlung sowie die Aufenthalte in Gebäuden, Flugreisen usw. mit ein. Derzeit liegen keine Erkenntnisse vor, welche eine Überschreitung der vom Gesetzgeber verordneten Grenzwerte erkennen lassen, d.h. es besteht keine Gefahr, durch eine Radonkur eine unzumutbare Belastung zu erfahren.

 

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Für die während einer Radontherapie wirksame geringe zusätzliche Strahlung sind seitens des Gesetzgebers keine Nebenwirkungen nachgewiesen worden und nach dem aktuellen Stand der biomedizinischen Forschungen auch nicht zu erwarten. Als "Anschub-Energie" für die körpereigenen Heilungsprozesse hat sich eine optimale Serie von 9 bis 15 Radonwannenbädern in unseren medizinischen Wannen bewährt.

Beim Zerfall des Radons wird am Ort der Wirkung, also im Gewebe, in den Zellen, Strahlung verschiedener Art, insbesondere Alpha-Strahlung freigesetzt. Diese wirkt auf die Moleküle ein, die ein überreiztes Immunsystem ausschüttet, und kann damit den Verlauf von Entzündungen positiv beeinflussen. Diese „Ent-Entzündungsreaktion“ beginnt während des Kuraufenthaltes, verläuft aber insbesondere in einem Zeitraum von bis zu 12 Wochen nach den Anwendungen.

 

©Fouad Vollmer Werbeagentur

 

Verschiedene Studien (auch randomisierte Doppelblind-Studien) haben festgestellt, dass die nach den Kuranwendungen erreichte relative Schmerzfreiheit signifikant für bis zu 6 Monate stabil bleibt, bevor der positive Effekt der Radontherapie wieder nachlässt. Dies sind keine Placebo-Effekte. Verschiedene Patienten berichten auch davon, nach den Behandlungen mit Radon deutlich weniger Schmerzmittel benötigt zu haben. Langfristige Behandlungserfolge in der Schmerztherapie sind also eine der wissenschaftlich belegten Wirkungen des dosierten Einsatzes des Heilmittels.

Die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung kommt dabei Patienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern zu Gute.

 

©Dirk Rückschloss - BUR Werbeagentur

Radon greift aufgrund seiner physikalischen Wirkungen in verschiedene Entzündungsprozesse ein, welche auch durch eine übermäßige Immunreaktion des Körpers ausgelöst werden können. Dabei unterstützt das im Gewebe sehr gut lösliche Edelgas Radon durch die wirksame Zerfallsenergie im molekularen Bereich die Ausschüttung entzündungshemmender Substanzen. Gleichzeitig verringert es auch die Bildung von verschiedenen, die Entzündungen verstärkenden Botenstoffen. Der Entzündungszustand verbessert sich und die Schmerzen lassen nach, wie Studien und Befragungen zeigten.
 

Die therapeutischen Bäder werden besonders zur Behandlung folgender Diagnosen benutzt:

 

  • Arthrosen
  • Spondylosen, Spondylarthrosen, Osteochondrosen
  • Rheumatoide Arthritis
  • chronische Arthritis urica
  • Morbus Bechterew und andere Spondylarthropathien
  • Psoriasisarthritis
  • Zustand nach Bandscheibenoperation und anderen orthopädischen Operationen
  • Chronische Folgen von Unfall- und Sportverletzungen
  • Fibromyalgie-Syndrom

Radon beeinflusst auch die Tätigkeit der Nebenschilddrüse, welche den Knochenstoffwechsel steuert und wirkt hier förderlich auf die Prozesse des Knochenaufbaus. Gerade bei den hormonellen Veränderungen während des Klimatkeriums kann Radontherapie unterstützend wirken, um die Knochendichte möglichst stabil zu halten.

Da Radon bereits in den verschiedenen Schichten des Hautgewebes seine Wirkung entfaltet, können natürlich auch Hautbeschwerden mit gutem Erfolg behandelt werden. Durch den Energieschub beim Zerfall des Radons bildet die Haut vermehrt Kapillaren aus, was zu einer verbesserten Wundheilung der betroffenen Stellen führt. Behandelt werden vor allem folgende Beschwerden:

 

  • Psoriasis
  • Sklerodermie
  • Neurodermitis
  • Schlecht heilende Wunden, z.B. Ulcus cruris
  • periphere Durchblutungsstörungen leichten Grades

Radon wird über die Lunge wieder aus dem Körper ausgeschieden. Dabei kommen nach neueren Untersuchungen die gefäßbildenden und heilungsfördernden Effekte, von dem auch Betroffene von Hautkrankheiten profitieren, bei den inneren Schleimhäuten zum Tragen. Außerdem werden Entzündungen bekämpft. Daher werden mit der Radontherapie auch die folgenden Krankheitsbilder behandelt:

 

  • Asthma bronchiale
  • Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
  • Rhinitis allergica
  • Chronische Sinusitis

Die entzündungshemmenden und kapillarbildenden Heilungsprozesse sind natürlich auch ohne weitere Begleiterkrankung wünschenswert. Deshalb können auch Gäste präventiv von den positiven Wirkungen des Radons profitieren, z.B. bei:

 

  • Wechseljahrsbeschwerden der Frau
  • Prävention von Altersbeschwerden (Geroprophylaxe)

Ärztlicherseits sollte der Patient vor der Anwendung auf die Kontraindikationen untersucht werden.

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