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Am Dienstag, dem 25. August, lädt das Museum für Uranbergbau in Aue-Bad Schlema zu einem Vortrag mit anschließendem Gespräch ein. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Foyer des Museums. Als Referentinnen führen die beiden Kuratorinnen Jeannette Brabenetz (Chemnitz) und Yevheniia Moliar (Kyjiw, Ukraine) durch den Nachmittag.
Eintritt frei.
Im Februar 2026 kamen 5 Künstler und Künstlerinnen sowie eine Kunsthistorikerin aus der Ukraine nach Aue-Bad Schlema. Sie erforschen gemeinsam mit einer 5köpfigen Gruppe aus Deutschland zur Aktualität des sowjetischen Erbes in den beiden Ländern, genauer zum Erbe
der Wismut, sowie zu einem Museum für Bildende Kunst in Kmytiv, einem kleinen Dorf, ca. 80 km westlich von Kyjiw.
Sowohl die Kunstsammlungen der Wismut, als auch der in Kmytiv weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch wesentliche Unterschiede auf: Beide Sammlungen beschäftigen sich mit der Ausbeutung der Landschaft einmal durch den Bergbau, andererseits durch die Landwirtschaft und thematisieren es in ihren Sammlungen. Der Bergbau, das Arbeiten unter Tage in der Wismut wird wie das Leben in einer Kolchose durch die Kunstwerke anschaulich gemacht.
Heute ist in beiden Ländern das sowjetische Erbe umstritten: in Deutschland kam es zu einer Abkehr vom sozialistischen Erbe, einer „Wende an den Wänden“ (Paul Kaiser); die Museen verbannten die Werke im Stile des sozialistischen Realismus zunächst in ihre Depots. In der Ukraine wurden kurz nach dem Beginn des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine 2014 und der temporären Besetzung der Krim, 2015 die sogenannten Dekommunisierungsgesetze eingeführt. Seither ist das sowjetische Kulturerbe in der Ukraine gefährdet, das einzigartige Museum in der Abwertung begriffen.
Die beiden Kuratorinnen, Jeannette Brabenetz (Chemnitz) und Yevheniia Moliar (Kyjiw) stellen ihre Arbeit, ihre gemeinsamen Reisen in die Ukraine und die Chemnitzer Region, auch nach Aue-Bad Schlema, und ihre Eindrücke vor. Die Gäste der Veranstaltung lernen das Museum im Kmytiv und seine Sammlung kennen und haben die Möglichkeit, sich dazu mit der Kuratorin vor Ort auszutauschen. Gemeinsam im deutsch-ukrainischen Vergleich möchten wir außerdem diskutieren, was an dem sozialistischen Erbe heute so schwierig ist, und wie mit dem schwierigen Erbe bis heute umgegangen wird oder werden sollte.
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